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Waldorfschulen wählen neuen Bundesvorstand

Stuttgart. Die Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen hat am 27. Oktober
2007 einen neuen Bundesvorstand gewählt. Erstmals in der Geschichte der Waldorfschulbewegung
in Deutschland wird der siebenköpfige Vorstand nicht mehr ausschließlich ehrenamtlich tätig sein.

Dem neuen Vorstand, der seine Arbeit im November antritt und während der kommenden drei Jahre die
Richtung im Bund bestimmen wird, gehören an:
zwei Waldorfklassenlehrer: Birgitt Beckers (52) aus Nordrhein-Westfalen und Henning Kullak-Ublick
(52) aus Schleswig-Holstein
zwei Oberstufenlehrer: Dr. Albrecht Hüttig (54) aus Baden-Württemberg und Dr. Richard Landl (64) aus
Nordrhein-Westfalen
zwei Geschäftsführer: Erika Blass-Loss (51) aus Nordrhein-Westfalen und Hans-Georg Hutzel (44) aus
Berlin
sowie Walter Riethmüller (59), Dozent am Lehrerseminar Stuttgart.
Die Zusammensetzung des neuen Vorstands entspricht den Waldorf-Prinzipien der kollegialen Selbstverwaltung,
nach denen in den Schulen tätige Menschen auch für Leitungsaufgaben verantwortlich sind.
Der mit Spannung erwarteten Wahl ging eine umfangreiche Strukturreform voraus, die die Waldorfschulbewegung
auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet, die intensiv an Themen wie beispielsweise
der Zukunft der Abschlüsse, der Frage der Qualitätssicherung, der Lehrerausbildung und des
Übergangs vom Kindergarten in die Schule arbeitet. Neu eingerichtet wurde die Bundeskonferenz, in der
Delegierte der Waldorfeinrichtungen aus allen Regionen vertreten sind, um den Bundesvorstand in allen
wesentlichen Fragen zu beraten. Im Namen des neu gewählten Vorstands dankte Birgitt Beckers dem abgetretenen
Vorstand für sein großes Engagement in der Vergangenheit. Gleichzeitig machte sie deutlich,
dass die Schulbewegung weiterhin auf fruchtbare Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des alten Vorstandes
setzt.
Über den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die deutschen Waldorfschulen haben sich zu einem Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen.
Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet,
nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. Korporative Mitglieder sind derzeit 208 Waldorf- und Rudolf-
Steiner-Schulen sowie acht Seminare/Hochschulen für Waldorfpädagogik. Daneben gibt es rund 1.900 persönliche
Mitglieder.
Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Nach 87 Jahren Waldorfpädagogik gibt es heute weltweit
über 1.000 Waldorfschulen sowie 2.000 Kindergärten und Förder-Einrichtungen in allen Erdteilen, darunter auch in
Israel, Südafrika und Ostasien.
Herausgeber: Redaktion:
Bund der Freien Waldorfschulen Zeeb Kommunikation
Quelle: Bund der Freien Waldorfschulen

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25. November 2007
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