Schule in Bewegung
   

Nachrichten und Presse 

„Es hat sich gelohnt“

Reiseführer

Waldorfschülerin Katharina schrieb Kinderreiseführer über die Loire-Schlösser

Katharina klappt den Ordner auf.Blättert kurz, dann hat sie sie gefunden:die Landkarte Frankreichs. „Hierfließt die Loire entlang“, erklärt sieund fährt mit dem Finger die blaueSchlangenlinie nach. „Und dort sindauch die Schlösser verteilt.“ Zurückhaltend,aber auch begeistert, erzählt die14-jährige Otterberger Waldorfschülerinüber ihre Jahresarbeit, die nun alsBuch erscheinen soll. „Die Schlösserder Loire“ – ein Thema, das sie sichselbst aussuchen durfte. „Trotzdemmussten wir unsere Vorstellung erstmit dem Lehrer absprechen, der dannentscheiden musste, ob es zu einfachoder zu schwer ist“, schildert Katharinaden Beginn ihrer Arbeit.
Zunächst wollte sie gar nicht überdie Schlösser schreiben, meint sie miteinem Lächeln. Vorher hatte sie sichnämlich eine recht außergewöhnlicheAufgabe vorgestellt: „Zuerst wollte ichüber das Sozial- und Zusammenlebenvon Kühen schreiben“, sagt Katharinalachend. Der Gedanke kam ihr angesichtsder Kuhweide hinter dem Hausihrer Familie, das etwas abgeschiedennicht weit von Winnweiler entferntliegt. „Wenn ich Zeit habe, nehme ichmeine Flöte, gehe auf die Weide undspiele den Kühen etwas vor“, erzähltdie Schülerin. „Die haben mir dann zugehörtund sich neben mich gesetzt.“
Dennoch entschied sich Katharina,über die Schlösser an der Loire zuschreiben, da, wie sie meint, das Themaauch anderen Menschen etwasbringen könnte. Eine ganz normale Arbeitsoll es nämlich nicht werden –sondern ein Kinderreiseführer. „Mitneun Jahren war ich das erste Mal ander Loire“, erzählt sie. „Meine Mutterhatte darüber alle möglichen Büchergelesen und konnte vor Ort so gut darübererzählen, dass ich mir späterüberlegt habe, es einmal anderen Kinderngenauso beizubringen.“
Da sich jeder ihrer Klassenkameradenfür die Arbeit einen Mentor aussuchenmusste, der sie betreuen sollte,wählte Katharina ihre Mutter aus.Drei Mal waren sie inzwischen an derLoire, drei Mal war sie fasziniert gewesen.„Der Weg dorthin lohnt sicheben“, findet die Schülerin. Viele Prospekteseien schon allein wegen derBesuche zusammengekommen, diesollten zusammen mit unzähligen anderendicken Büchern Katharinas täglicheLektüre werden. „Ich hab' mirdann einzelne, wichtige Sachen rausgeschriebenund habe mich über diePersonen informiert, die damals inden Schlössern gelebt haben.“ Lebensläufeüber Franz I., Katharina von Mediciund viele andere Personen musstennun kindgerecht geschrieben werden.„Das war das Anstrengendste überhaupt“,erzählt Katharina. „Ich musstedie Texte ganz oft umschreiben undschwierige Wörter erklären.“ MitTipps und Rätsel für die Kleinen werdendie Seiten ansprechend und buntgestaltet. So empfiehlt der Reiseführernach einem anstrengenden Tag zurEntspannung die Reithalle nebenan.
In einem Zimmer des Schlosses gibtes was ganz Besonderes zu entdecken– was, das müssen die Kinder herausfinden.„Mir kam diese ‚Tipps und Rätsel‘-Idee, damit sich die Kinder denText besser einprägen können und aufmerksamersind“, erklärt die Achtklässlerin.Über einen Online-Dienstleisterwird das 80 Seiten starke Buch nunzuerst gedruckt, voraussichtlich imSommer auch online sowie im Buchhandelunter dem Titel „Meine Lieblingsschlösserder Loire. Ein Reisebegleitervon Kindern für Kinder“ erhältlichsein. Mit vielen Bildern – vonSchwester Angelika, 15, gemalt – istdas kleine Werk durch und durch authentischund sehr kindgerecht gestaltet.Bilder zum Ausmalen, natürlichaus verschiedenen Zeitepochen, eineLandkarte zum Ergänzen der Ausflugsziele,eine Bildergalerie und ein Reisetagebuchversprechen Abwechslung.
In zwei Sprachen, Englisch undFranzösisch, wird der Reiseführer nunübersetzt, bevor er endgültig im Handelerscheint. „Natürlich bin ich froh,dass es rum ist, weil die Texte wirklichanstrengend waren“, lacht Katharina.„Aber ich bin mächtig stolz, dass es sogut geklappt hat. Es hat sich gelohnt!“Auch von Lehrern und Eltern fieldas Feedback bei einer abschließendenPräsentation sehr positiv aus. Katharina:„Ich wurde zum Beispiel gefragt,ob ich bei einem Ausflug einer Familiezu den Schlössern der Loire als Reisebegleiterinmitfahren möchte...“
Quelle: Die Rheinpfalz

| Zurück zur Übersicht |

 

   


Platzhalter Platzhalter HomeSchulen der RegionKindergärten der Region20 Fragen zur WaldorfpädagogikNachrichten und PresseTerminkalenderInformationsmaterialGästebuchLinksImpressumKontaktLogin |

Regionale Arbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxembourg e.V., Schulstr. 11, D-66126 Saarbrücken
webmaster@fuers-leben-lernen.de

25. November 2007
Webdesign: NetScript
Platzhalter