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Kultusminister Jürgen Schreier: "Grüne Hausnummer" für die Freie Waldorfschule Saar-Hunsrück

Anlässlich der Einweihung des neuen naturwissenschaftlichen Gebäudetraktes an der Freien Waldorfschule (FWS) Saar-Hunsrück in Nohfelden-Walhausen übergab Kultusminister Jürgen Schreier am heutigen Samstag (30.9.06) der Schule die "Grüne Hausnummer" des saarländischen Umweltministeriums. Damit honoriert die Landesregierung die besonders umweltfreundliche Bauweise.


Unter anderem liefert eine zentrale Holzfeuerungsanlage mit Holzpellets die Heizenergie. Das Regenwasser wird für die Gartenbewässerung sowie für die Toilettenspülung genutzt. Auf über 80 Prozent der Grundstücksfläche kann das Regenwasser versickern. Zur Gestaltung sowie zur Reduzierung des Heizenergiebedarfs ist eine Dachbegrünung angelegt worden.

Kultusminister Jürgen Schreier: "Es ist wohl kein Zufall, dass eine Waldorfschule mit der Auszeichnung ‚Grüne Hausnummer' ausgezeichnet wird. Hierzu tragen nicht nur die Lehrkräfte und Schüler, sondern auch das Umsetzen der Lerninhalte bei. Somit können alle Beteiligten, Planer und Ausführende mehr als stolz auf ihre Leistungen sein."

Die Freie Waldorfschule Saar-Hunsrück wurde im April 1998 eröffnet. Nachdem sich sehr bald herausgestellt hatte, dass die bestehenden Räumlichkeiten nicht ausreichten, erfolgte die Genehmigung für die erste bauliche Erweiterung. Im Mai 2001 wurde zu den anerkannten Baukosten in Höhe von 1,6 Mio. Euro ein Kostenbeitrag des Landes von rd. 1,5 Mio. Euro bewilligt. Für den zweiten Bauabschnitt steuerte das Land im Jahr 2004 weitere 1,8 Mio. Euro bei.

Im Rahmen des von der Bundesregierung aufgelegten Investitionsprogramms "Zukunft, Bildung und Betreuung" (IZBB) wurden zudem 837.915 Euro für den Umbau zur Ganztagsschule mit zusätzlichen Unterrichtsräumen, einer Mehrzweckhalle und einer Schulküche zur Verfügung gestellt.

Die Baumaßnahmen waren notwendig, um der besonderen pädagogischen Schwerpunktsetzung zu entsprechen, die in das alltägliche Unterrichtsgeschehen handwerklich-praktische Aspekte sowie die Arbeit in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft mit einbezieht.

"Kinder im Respekt vor der Natur und der Förderung handwerklich-künstlerischer Fertigkeiten zu erziehen, ist das zentrale Anliegen von Eltern und Kollegium. Dieses Engagement wird von der Landesregierung unterstützt", so Kultusminister Jürgen Schreier.

Im Oktober 2004 erhielt die FWS Saar-Hunsrück die Genehmigung, eine private Fachoberschule mit den Fachrichtungen "Ingenieurwesen" und "Sozialwesen" einzurichten. Eine gezielte Berufsqualifizierung, die Fachausbildung und das Fachabitur werden seitdem angeboten.
Quelle: bildung.saarland.de

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25. November 2007
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