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Ein Spielplatz, der alle Sinne schulen soll
LEONBERG - Erde, Wasser, Luft und Feuer - am Waldorfkindergarten beim Leonberger Kreiskrankenhaus soll in den nächsten zwei bis drei Jahren ein Spielplatz entstehen, auf dem sich Kinder mit allen Naturelementen auseinander setzen können.
Von Claudia Krüger
Mit den Arbeiten haben die Eltern bereits begonnen. "Wir können aber nicht alles allein machen'', betont Kindergartenleiterin Sigune Richter. Vieles musste an Firmen vergeben werden. "Wir mussten auch einen Gartenarchitekten beauftragen, damit der Spielplatz sicher alle vorgeschriebenen Normen erfüllt'', erklärt die Erzieherin.
Von ihrem Verein bekommen die Waldorf-Eltern finanzielle Unterstützung für den Umbau des Geländes. Der größte Batzen muss jedoch aus Spenden finanziert werden. "Und vielleicht'', so hofft Sigune Richter, "gibt es von der Stadt auch noch Zuschüsse.'' Der Spielplatz wird auch von den Kindern des benachbarten Clara-Grunwald-Kindergartens genutzt. Doch Sigune Richter weiß, dass derzeit andere Kindergärten eine Finanzspritze noch dringender nötig haben. "Wir haben hier oben noch richtig Glück mit der großen Spielfläche'', verweist die Erzieherin auf den großen Garten mit altem Baumbestand.
Wie sieht ein Spielplatz aus, auf dem alle Sinne geschult werden sollen? "Mit den Kindern zusammen bauen wir Weidenhäuschen'', beschreibt Sigune Richter die Vorhaben für die nächsten zwei Jahre. Außerdem soll ein Materialplatz entstehen, wo die Kinder zum Beispiel Hütten bauen können. Zusätzlich werden in einer Ecke Hügel aufgeschüttet - zum Klettern, aber auch, damit die Jungen und Mädchen eine Rückzugsmöglichkeit haben. Wasserspiele sollen vor allem im Sommer eine erfrischende Abwechslung bieten, und an einer Feuerstelle mit Lehmofen wird das Stockbrot besonders gut schmecken. Abenteuerlustige können sich außerdem in einem Dschungel aus Weiden- und Haselsträuchern vergnügen.
Am Wochenende haben die Eltern mit dem Bau einer Kräuterspirale begonnen. Dort sollen die verschiedensten Kräuter angebaut werden. "Damit können wir unseren Tee selber machen'', freut sich Sigune Richter. "Auch Blumen werden gepflanzt und Gemüsesorten angebaut, damit die Kinder den Jahreslauf erleben'', erklärt die Erzieherin, die seit Sommer 2000 den Waldorfkindergarten leitet und seither schon einige engagierte Projekte mit Kindern und Eltern gestaltet hat.
Quelle: Leonberger Kreiszeitung
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